
Papagayo-Strand
Wild vulkanische Buchten, goldener Sand, türkisfarbenes Wasser – das lohnt sich zu verdienen





Über
Playa de Papagayo liegt im Monumento Natural de Los Ajaches an Lanzarotes Südspitze, wo rostrote vulkanische Klippen dramatisch zu einer Reihe von klar abgegrenzten goldsandigen Buchten abfallen, umspült von türkisfarbenem Wasser. Der Strand erstreckt sich über etwa 1.200 Meter durch diese geschützten Buchten, jede umrahmt von nacktem vulkanischem Gestein, das der Küste eine fast fremdartige Atmosphäre verleiht. Die Infrastruktur ist bewusst minimal gehalten – keine Strandbars, keine Liegenvermietung, keine festen Bauten, die die Aussicht stören. Diese Wildnis ist der ganze Charme. Schwimmen ist sicher, Schnorcheln über die Felsriffe ist hervorragend, und selbst bei vollem Andrang wirkt die Atmosphäre noch abgelegen.
Anreise
Von Playa Blanca aus dauert die Fahrt etwa 15 Minuten über eine unbefestigte Schotterpiste – ein robustes Auto hilft, aber die meisten Fahrzeuge kommen damit klar. Alternativ verkehrt saisonal ein Bootsservice vom Hafen Playa Blanca und legt die gleiche Strecke in etwa 15 Minuten auf dem Wasser zurück. Der Eintritt ins Naturdenkmal kostet 3 € pro Fahrzeug, wird am Eingangstor kassiert und fließt direkt in den Erhalt des Schutzgebiets. Vor Ort gibt es gebührenpflichtige Parkplätze, aber die sind schnell voll – an Wochenenden früh kommen, sonst fährt man wieder umsonst.
Für wen?
Für Paare
Die wilde, infrastrukturarme Atmosphäre und die dramatische Vulkanlandschaft machen Papagayo zu einem der stimmungsvollsten Strände Lanzarotes für einen ruhigen Tag zu zweit – sucht euch früh am Tag eine der kleineren Buchten und habt einen Abschnitt goldenen Sandes weitgehend für euch allein, bevor die Tagesausflügler eintreffen.
Für Familien
Schwimmen ist sicher, und die geschützten Buchten beruhigen das Wasser – also ein guter Familienstrand. Aber Achtung: Hunde sind im Naturdenkmal verboten, das Gelände ist unbefestigt und sandig (Rollstuhlzugang ist unpraktisch), und nicht alle Buchten haben eine Rettungsschwimmerin – also im Wasser immer gut aufpassen. Packt alles, was ihr braucht, inklusive Essen und Wasser, bevor ihr losfahrt.
Unsere Meinung
Füße im Sand, Augen am Bildschirm
Papagayo ist der Strand, der einen Lanzarote-Trip allein rechtfertigt – rohe Vulkanlandschaft, echt türkisfarbenes Wasser, goldener Sand und ein Schutzstatus, der die schlimmste Bebauung fernhält. Die minimale Infrastruktur ist kein Mangel, sondern Absicht: keine Liegenreihen, keine dröhnenden Strandbars, nur Klippen, Buchten und das Meer. Aber „wild“ heißt nicht „leer“ – der Ort ist bekannt, und im Hochsommer ist der Parkplatz früh voll und der Wind pfeift am Nachmittag ordentlich. Kommt im Juni, September oder Anfang Oktober für das beste Verhältnis aus Wetter und Platz. Haltet euch an die Regeln – kein Campen, kein Feuer, nur markierte Wege – denn sie sind der Grund, warum der Ort noch so aussieht. Jeder Kilometer auf der Schotterpiste ist es wert.
Was tun
Das Schnorcheln über die Felsriffe direkt vor der Küste ist das Highlight – bringt eure eigene Maske und Flossen mit, vor Ort gibt’s nichts zu mieten. Der Aussichtspunkt Punta de Papagayo, nur 0,4 km entfernt, belohnt einen kurzen Spaziergang mit einem grandiosen Blick über die Buchten bis nach Fuerteventura bei klarem Wetter. Das gesamte Monumento Natural de Los Ajaches, das den Strand umgibt, bietet markierte Wanderwege durch eine geschützte Vulkanlandschaft, die die Geologie der Buchten in dramatischer Weise zeigt.
Der Aussichtspunkt über der Hauptbucht liefert das klassische Bild – goldener Sand, türkisfarbenes Wasser und die rostroten vulkanischen Klippen in einem Rahmen, am besten in den ersten zwei Stunden nach Sonnenaufgang eingefangen.
Der Aussichtspunkt Punta de Papagayo, 0,4 km entfernt, bietet eine weitere Perspektive über mehrere Buchten mit Sicht auf Fuerteventura am Horizont bei klarem Wetter. Auf Wasserniveau machen die Felskanten, wo das türkisfarbene Flachwasser auf das dunklere Wasser trifft, perfekte Motive fürs Schnorcheln und Unterwasserfotografie, wenn ihr eine wasserdichte Kamera habt.
Wo essen
Die einzige Essensmöglichkeit direkt am Strand ist Be Papagayo, ein spanisches Restaurant nur 0,1 km entfernt – perfekt für eine Mahlzeit ohne Rückfahrt nach Playa Blanca. Weiter draußen, etwa 2,3 km entfernt, findet ihr die Cafeteria Simple & Natural für Burger, Sandwiches und Pizza sowie El Lagar de Baco, wenn ihr etwas Deftigeres wollt. Angesichts der minimalen Infrastruktur vor Ort ist es klüger, eigenes Essen und reichlich Wasser mitzubringen.
Wo schlafen
Die nächstgelegenen Hotels stehen im Bereich Playa Blanca, angefangen mit Bahia Playa Blanca Caybeach und Iberostar Premium La Bocayna Village Bungalows, beide etwa 2,5–2,6 km vom Strand entfernt. Volcán Lanzarote und Aparthotel Rubimar bieten solide Mittelklasse-Optionen etwas weiter draußen, während die Princesa Yaiza mit 4,1 km die gehobenste Wahl in der Gegend ist. Wer in Playa Blanca übernachtet, hat es einfach jeden Tag zum Strand oder zum Boot nach Papagayo.
Fotografie
Macht Fotos vom Klippenweg über den Buchten in den frühen Morgenstunden, wenn die tiefstehende Sonne das rostrote vulkanische Gestein gegen das türkisfarbene Wasser und den goldenen Sand darunter in den schärfsten Kontrast setzt – bevor der Dunst aufzieht. Das späte Nachmittagslicht vom westlichen Aussichtspunkt nahe Punta de Papagayo taucht die Klippen in tiefes Amber und verleiht der ganzen Bucht eine warme, fast filmreife Stimmung.
Gut zu wissen
Jedes Fahrzeug zahlt die 3-€-Gebühr für das Naturdenkmal – ohne Ausnahme, und zu Fuß vom Parkplatz aus gibt’s keinen Trick. Campen und offenes Feuer sind im Schutzgebiet streng verboten, und ihr müsst euch immer auf den markierten Wegen bewegen. Nicht alle Buchten haben eine Rettungsschwimmerin, also passt besonders auf schwächere Schwimmer und Kinder auf, auch wenn die Bedingungen meist sicher sind. Juli und August sind Hochsaison mit vollem Parkplatz, starkem Wind am Nachmittag und voller Hölle – wenn das eure einzigen Optionen sind, seid spätestens bei Öffnung da oder nehmt das Boot von Playa Blanca.
Karte
In der Nähe
Be Papagayo
Cafetaria
El Lagar de Baco
Cafeteria Simple & Natural
La Pampa Restaurante Argentino
Bahia Playa Blanca Caybeach
Iberostar Premium La Bocayna Village Bungalows
Volcán Lanzarote
Aparthotel Rubimar
Princesa Yaiza
Sehenswertes rund um Yaiza
Monumento Natural de Los Ajaches
Geschützte Vulkanlandschaft rund um die Papagayo-Buchten mit Wanderwegen.
Playa Blanca resort town
Nächste Stadt mit Restaurants, Fährterminal und Dienstleistungen.
Salinas de Janubio
Große aktive Salinen an der Südwestküste, wichtiger Lebensraum für Vögel.
Häufige Fragen
Die Angaben auf dieser Seite dienen nur zur Orientierung und können sich ändern. Zugangsbedingungen, Sicherheit und Infrastruktur können sich ohne Vorankündigung ändern. Überprüfen Sie vor der Anreise stets die offiziellen Quellen.
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Bildnachweise
Quellen und Lizenzen der oben gezeigten Fotos.
- Foto 1 — Lviatour · source · CC BY-SA 3.0
- Foto 2 — maczopikczu · source · CC BY 3.0
- Foto 3 — scudici · source · CC BY-SA 3.0
- Foto 4 — Dguendel · source · CC BY 4.0
- Foto 5 — Jon Agüera · source · CC BY-SA 3.0
- Foto 6 — maczopikczu · source · CC BY 3.0












