
La Dama-Strand
Schwarzer Sand, Barranco-Mündung, null Infrastruktur — verdient es sich




Über
Playa de La Dama liegt an der Mündung eines Barrancos an der Südküste von La Gomera, wo eine trockene Schlucht in einen kurzen Abschnitt aus schwarzem vulkanischem Sand und tiefblauem Atlantikwasser mündet. Der Strand wird eingerahmt von verlassenen landwirtschaftlichen Terrassen, die den Hang hinaufklettern, und den zerbröckelnden Mauern eines verfallenen Steinhauses — Überreste eines Lebens, das einst diese abgelegene Ecke der Insel prägte. Es gibt keinen Kiosk, keine Liegen, keine Rettungsschwimmer und kein Mobilfunknetz, auf das man sich verlassen könnte. Die Südküsten-Dünungen rollen ungebrochen herein, und die Stille wird nur vom Wind und den Wellen durchbrochen. So zeigt sich La Gomera in ihrer reinsten Form.
Anreise
Playa de La Dama erreicht man nur zu Fuß über einen steilen Barranco-Pfad, der vom Dorf La Dama an der Südküste La Gomeras hinabführt. Die Wanderung ist als schwierig eingestuft — der Pfad fällt scharf in die Schlucht ab und erfordert sicheren Tritt auf lockerem Untergrund. Am Strand selbst gibt es keine Parkmöglichkeit; der Pfad beginnt im Dorf La Dama. Der Strand ist gebührenfrei, liegt aber in einer geschützten Naturparkzone.
Für wen?
Für Paare
Paare, die sich auf schwierige Wanderwege einlassen und absolute Einsamkeit schätzen, werden Playa de La Dama als wirklich lohnend empfinden — die Ruinen, der schwarze Sand und die Abwesenheit anderer Besucher schaffen ein seltenes Gefühl, etwas Ungeteiltes entdeckt zu haben.
Für Familien
Nicht geeignet für Familien mit kleinen Kindern: Der steile Barranco-Pfad ist körperlich anspruchsvoll, Schwimmen ist aufgrund der starken Strömungen gefährlich, es gibt keinerlei Einrichtungen, und das Sturzflutrisiko im Barranco stellt eine ernsthafte Gefahr dar, die sich mit Kindern im Schlepptau nur schwer managen lässt.
Unsere Meinung
Füße im Sand, Augen am Bildschirm
Playa de La Dama ist kein Strand, den man zum Baden oder Sonnenbaden besucht — die Strömungen sind gefährlich, es gibt keine Rettungsschwimmer, und das Wasser sollte man besser meiden. Für Fotografen, Wanderer und alle, die von Landschaften geprägt durch Verfall und Geologie fasziniert sind, ist dieser Ort jedoch wirklich einzigartig. Der schwarze vulkanische Sand, das verfallene Steinhaus, die Terrassen, die langsam von Gestrüpp zurückerobert werden — es wirkt wie ein Ort, der einfach vergessen hat, ein Touristenziel zu sein. Der beschwerliche Zugang ist Absicht: Er hält den Strand leer und die Atmosphäre intakt. Komme zwischen Juni und September, prüfe das Wetter vor dem Betreten des Barrancos sorgfältig und behandle das Camping- und Feuerverbot in dieser geschützten Zone als unverhandelbar. Komm wegen der Landschaft, bleib trocken und hinterlasse nichts.
Was tun
Vor oder nach der Wanderung bietet der Mirador de la Hila, nur 0,3 km entfernt, erhöhte Aussichtspunkte über die Südküste, die die Abgeschiedenheit des Strandes verdeutlichen. Zurück in San Sebastián de La Gomera ist die im 15. Jahrhundert erbaute Torre del Conde eine der besterhaltenen mittelalterlichen Militärbauten der Kanarischen Inseln und lohnt einen Besuch von etwa einer Stunde. Hast du einen ganzen Tag Zeit, dann ist der Garajonay-Nationalpark — ein UNESCO-Weltnaturerbe mit Lorbeerwald und Nebelwald auf dem zentralen Hochplateau der Insel — etwa 14,6 km entfernt und bietet einen kompletten Kontrast zur kargen Südküste.
Das zerbröckelnde Steinhaus vor dem schwarzen Sand und dem blauen Atlantik ist das ikonische Motiv — frame es von den unteren Terrassen aus mit dem Meer im Hintergrund.
Die verlassenen landwirtschaftlichen Terrassen selbst, die sich in geometrischen Schichten aus Trockenmauerwerk den Hang hinaufstapeln, lohnen sich für ein Weitwinkelobjektiv und einen erhöhten Standpunkt. Die Barranco-Mündung, wo die Schlucht auf den Strand trifft, bietet bei tiefstehender Sonne dramatische Führungslinien-Kompositionen.
Wo essen
Am Strand gibt es nichts zu essen oder zu trinken, also pack alles ein, bevor du hinabsteigst. Zurück in San Sebastián de La Gomera sind Tasca Las Cruces II (0,4 km) und El Pejin (0,5 km) unter den nächstgelegenen Optionen für eine Mahlzeit nach der Wanderung. Auch Bar Restaurante Breñusca und Colón liegen innerhalb von 0,5 km, falls du Speisekarten vergleichen möchtest.
Wo schlafen
Torre del Conde (0,6 km) und La Colombina (0,8 km) bringen dich direkt nach San Sebastián de La Gomera, der nächstgelegenen Stadt zum Strand. Für etwas Ländlicheres ist das Hotel El Cabrito etwa 4,9 km entfernt und eignet sich für Reisende, die die wilde Atmosphäre der Südküste erleben möchten.
Fotografie
Das verfallene Steinhaus und die verlassenen Terrassen über dem schwarzen Sand bieten fesselnde Vordergrundmotive — fotografiere im weichen, gerichteten Licht des frühen Morgens, wenn die Barranco-Wände lange Schatten werfen. Der Kontrast zwischen dem dunklen vulkanischen Sand und dem tiefblauen offenen Ozean ist an klaren Tagen zwischen Juni und September am stärksten.
Gut zu wissen
Betritt das Wasser nicht — starke Südküsten-Strömungen machen Schwimmen wirklich gefährlich, und es gibt weder Rettungsschwimmer noch einen Rettungsdienst. Nach starkem Regen bleib dem Barranco-Kanal komplett fern: Sturzfluten sind hier real und dokumentiert. Wildcampen ist streng verboten, und Feuer sind im gesamten geschützten Naturparkgebiet untersagt. Vermeide Besuche im Dezember, Januar oder Februar — Winterregen erhöhen das Sturzflutrisiko stark, und die Atlantik-Dünungen machen die Küste gefährlich.
Karte
In der Nähe
Tasca Las Cruces II
Colón
Bar Restaurante Breñusca
El Pejin
La Fortuna
Torre del Conde
La Colombina
Hotel El Cabrito
Pensión La Gaviota
Casa Rural Vista Mar Altozano
Sehenswertes rund um Alajeró
Garajonay National Park
UNESCO-Weltnaturerbe mit Lorbeer- und Nebelwald auf dem zentralen Hochplateau von La Gomera.
Playa de Santiago
Hauptstrand der Südküste La Gomeras mit schwarzem Kies- und Sandstrand und Fährverbindungen.
Torre del Conde, San Sebastián de La Gomera
Im 15. Jahrhundert erbaute Festungsanlage in der Inselhauptstadt, eine der besterhaltenen mittelalterlichen Militärbauten der Kanarischen Inseln.
Häufige Fragen
Die Angaben auf dieser Seite dienen nur zur Orientierung und können sich ändern. Zugangsbedingungen, Sicherheit und Infrastruktur können sich ohne Vorankündigung ändern. Überprüfen Sie vor der Anreise stets die offiziellen Quellen.
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Bildnachweise
Quellen und Lizenzen der oben gezeigten Fotos.
- Foto 1 — Alexey Kudinkin · source · CC BY 3.0
- Foto 2 — Jörg Bergmann · source · CC BY 2.0
- Foto 3 — CTHOE · source · CC BY-SA 3.0
- Foto 4 — Rolf Dietrich Brecher · source · CC BY-SA 2.0











