
Tapahuga-Strand
Dunkler Sand, Bananenplantagen und fast totale Einsamkeit



Über
Playa de Tapahuga liegt an der Südküste von La Gomera, eingerahmt von zerklüfteten vulkanischen Klippen und einem bewirtschafteten Agrartal, das noch immer mit Bananenfeldern bepflanzt ist. Der Sand ist eine dunkle, salzige Mischung aus vulkanischen Körnern und Kieseln, und das Wasser glitzert kristallklar gegen diese düstere Küstenlinie. Mit etwa 150 Metern Länge ist der Strand kompakt genug, um sich wie eine private Bucht zu fühlen – und an den meisten Tagen ist es fast so. Der Zufahrtsweg dient gleichzeitig als Feldweg, was dem ganzen Ort ein entspanntes, ländliches Flair verleiht, wie man es auf den Kanarischen Inseln selten findet.
Anreise
Fahrt von Playa de Santiago – es sind etwa fünf Minuten mit dem Auto entlang der Südküste. Der Weg endet auf einem informellen kostenlosen Parkplatz, aber die Oberfläche kann holprig sein, also prüft vorher die Bedingungen. Wenn ihr mit der Fähre ankommt, bedienen sowohl Naviera Armas als auch Fred. Olsen Express San Sebastián de La Gomera – die Überfahrten dauern je nach Anbieter und Route zwischen 50 und 110 Minuten. Von dort aus ist der Strand nur eine kurze Fahrt Richtung Süden. Es gibt keine Eintrittsgebühr.
Für wen?
Für Paare
Die fast menschenleere Küstenlinie und der landwirtschaftliche Hintergrund schaffen eine wirklich ruhige Auszeit – keine Strandbars, kein Lärm, nur dunkler Sand, klares Wasser und das gelegentliche Rascheln aus den Bananenfeldern hinter euch.
Für Familien
Familien mit kleinen Kindern sollten bedenken, dass es keine Einrichtungen, keine Rettungsschwimmer und einen kiesigen Strand gibt, der unter den Füßen unangenehm sein kann – ältere Kinder, die auf unebenem Gelände sicher unterwegs sind und keine Annehmlichkeiten brauchen, werden den Entdeckungssinn genießen, aber es ist nicht auf Kleinkinder ausgelegt.
Unsere Meinung
Füße im Sand, Augen am Bildschirm
Tapahuga ist der Strand für alle, die wirklich ihre Ruhe wollen. Keine Liegenvermietung, keine Strandbar, kein Rettungsschwimmer – nur vulkanische Klippen, dunkler Sand und Kiesel, kristallklares Wasser und eine Bananenplantage im Rücken. Der unbefestigte Weg hält die zufälligen Besucher fern, und genau das ist der Punkt. Kommt vorbereitet: bringt Wasser, Essen und eine realistische Einschätzung eurer Schwimmfähigkeiten, denn hier macht das Meer seine eigenen Regeln, und niemand ist da, den man rufen könnte. Die besten Monate sind Juni bis September, wenn das Klima am zuverlässigsten ist. Er ist nicht für jeden – und genau das macht ihn zum Umweg wert.
Was tun
Der Mirador de la Trinchera, nur knapp zwei Kilometer entfernt, lohnt einen kleinen Abstecher mit tollen Aussichten über die Südküste. Playa de Santiago, drei Kilometer die Küste entlang, ist der Hauptstrand der Gegend mit einem belebten Fischerhafen zum Bummeln. Für etwas Dramatischeres liegt der Parque Nacional de Garajonay – ein UNESCO-gelisteter Lorbeerwald – etwa 12 Kilometer landeinwärts im Zentrum der Insel und ist eines der echten Naturhighlights der Kanarischen Inseln.
Stellt euch ans Wasser und fotografiert zurück zu den vulkanischen Klippenwänden für ein Bild, das fast urzeitlich wirkt – der dunkle Sand und die Kiesel im Vordergrund sorgen für Textur.
Der Feldweg zu den Bananenplantagen hinunter zum Strand bietet eine seltene Mischung aus Landwirtschaft und Küste, wie man sie an den stärker besuchten Stränden der Insel nicht findet. Am frühen Morgen, bevor irgendwer kommt, ist das kristallklare Wasser gegen den dunklen Strand am fotogensten.
Wo essen
Club Laurel ist mit unter einem Kilometer die nächstgelegene Option, gefolgt von Bar Tarajal bei 1,2 Kilometern. Für ein richtiges Essen sind Bar Restaurant Casanova und Bodegon del Mar beide innerhalb von 1,5 Kilometern vom Strand entfernt. Packt ein Picknick ein, wenn ihr den ganzen Tag bleiben wollt – am Strand selbst gibt es nichts zu essen.
Wo schlafen
Pensión La Gaviota ist mit etwa 1,5 Kilometern vom Strand die nächste Unterkunft – eine praktische Basis, wenn ihr nah dran sein wollt. Etwas weiter entfernt liegen Torre del Conde und La Colombina, beide etwa 9,5 Kilometer entfernt in San Sebastián de La Gomera, und bieten mehr Auswahl in der Inselhauptstadt.
Fotografie
Die zerklüfteten vulkanischen Klippen bilden einen beeindruckenden natürlichen Rahmen – fotografiert von der Wasserlinie aus zurück zu den Klippen und Bananenfeldern im sanften Licht des frühen Morgens. Das späte Nachmittagslicht erwärmt den dunklen Sand und die Kiesel wunderschön, und mit so wenigen Besuchern müsst ihr euch selten um eine ungestörte Komposition kümmern.
Gut zu wissen
Es gibt keine Einrichtungen und keine Rettungsschwimmer vor Ort, also nehmt alles mit, was ihr braucht – Wasser, Sonnenschutz und ein Erste-Hilfe-Set. Der unbefestigte Zufahrtsweg kann nach starkem Regen unpassierbar werden; bei Regen in letzter Zeit ruft vorher an oder checkt die lokalen Bedingungen, bevor ihr euch auf den Weg macht. Der Kiesstrand und der holprige Weg machen Rollstuhlzugang unpraktisch. Das Schwimmen wird als moderat eingestuft, also beurteilt die Bedingungen vor Ort und geht vorsichtig vor, besonders wenn das Meer unruhig aussieht.
Karte
In der Nähe
Club Laurel
Bar Tarajal
Bar Restaurant Casanova
Orone
Bodegon del Mar
Pensión La Gaviota
Hotel El Cabrito
Torre del Conde
La Colombina
Hotel Sonia
Sehenswertes rund um San Sebastián de La Gomera
Playa de Santiago
Hauptstrand der Südküste mit belebten Fischerhafen
Jardín Tecina
Aussichtspunkt mit Panoramablick über die Südküste
Parque Nacional de Garajonay
UNESCO-gelisteter Lorbeerwald im Inselzentrum
Häufige Fragen
Die Angaben auf dieser Seite dienen nur zur Orientierung und können sich ändern. Zugangsbedingungen, Sicherheit und Infrastruktur können sich ohne Vorankündigung ändern. Überprüfen Sie vor der Anreise stets die offiziellen Quellen.
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Bewertungen zu diesem Strand
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Bildnachweise
Quellen und Lizenzen der oben gezeigten Fotos.
- Foto 1 — Tony Hisgett from Birmingham, UK · source · CC BY 2.0
- Foto 2 — Reinhard Link from Germany · source · CC BY-SA 2.0
- Foto 3 — Waielbi · source · CC BY-SA 3.0
- Foto 4 — ahisgett · source · CC BY 2.0












