
Jameos del Agua
Lanzarotes vulkanische Lavaröhren-Pools treffen auf César Manriques Genie




Über
Die Natürlichen Pools von Jameos del Agua liegen an Lanzarotes Nordostküste, wo der Atlantik durch unterirdische Tunnel in eine uralte Lavaröhre dringt und kristallklares Meerwasser in Pools sammelt – einzigartig auf den Kanarischen Inseln. Kein Sand hier, nur roher, schwarzer Vulkanstein, geformt von Jahrtausenden geologischer Dramen, während das Meer nicht als Wellen, sondern als ruhiger, unterirdischer Puls ankommt. Über und um die Pools verwandelt César Manriques außergewöhnlicher Kulturkomplex die Höhle in ein architektonisches Wahrzeichen, das Kunst, Natur und vulkanische Geologie nahtlos verbindet. Die Pools beherbergen Munidopsis polymorpha, den blinden Albino-Krebs, der fast nirgendwo sonst auf der Erde vorkommt – hier gibt es ein lebendiges Labor, nicht nur eine Landschaft. Auf etwa 50 Metern Länge ist der Ort kompakt, aber einzigartig – wild im Charakter, ruhig in der Atmosphäre.
Anreise
Von Arrecife dauert die Fahrt mit dem Auto etwa 26 Minuten; von Costa Teguise aus rechnet man 22 Minuten. Ein Bus fährt dreimal täglich von Arrecife und braucht rund 41 Minuten – praktisch, wenn du nicht selbst fahren willst. Kostenlose Parkplätze gibt es am Parkplatz des Jameos del Agua-Komplexes. Der Eintritt ins Jameos del Agua Kunst-, Kultur- und Tourismuszentrum – inklusive der Lavaröhren-Pools, Auditorium und anderen Installationen – kostet 15 Euro pro Person.
Für wen?
Für Paare
Die wilde, geologische Atmosphäre und die geringe Besucherzahl machen das zu einem ungewöhnlichen und wirklich unvergesslichen Stopp für Paare, die Substanz statt Strandtuch-Szenen suchen – kombinier es mit dem Mirador del Río für einen ganzen Tag voller Manrique-Flair auf Lanzarote.
Für Familien
Ältere Kinder mit Interesse an Geologie, Tierwelt oder Architektur werden die blinden Albino-Krebse und die Lavaröhren-Atmosphäre faszinierend finden – aber Achtung: Das raue Lavagelände ist nichts für Kinderwagen oder Kleinkinder, die sicheren Halt brauchen. Plan das entsprechend.
Unsere Meinung
Füße im Sand, Augen am Bildschirm
Klartext: Hier darfst du nicht schwimmen, und das ist kein technischer Punkt – die Pools sind ein geschützter Lebensraum für eines der seltensten Tiere der Welt, und die Regeln sind aus gutem Grund da. Was Piscinas Naturales de Jameos del Agua stattdessen bietet, ist etwas Seltenes: ein geologisches Erlebnis, das sich wirklich fremdartig anfühlt, wo der Atlantik still durch unterirdische Tunnel fließt und kristallklares Meerwasser Kammern aus uraltem Vulkanstein füllt. César Manriques Kulturkomplex oben drauf verleiht dem Ganzen eine architektonische Intelligenz, die nur wenige Naturorte auf der Welt bieten. Es ist ruhig, es ist wild, und es belohnt Besucher, die kommen, um zu schauen statt zu planschen. Trag feste Schuhe, plane 15 Euro Eintritt ein und gib dir mindestens einen halben Tag – kombinier es mit Cueva de los Verdes und Mirador del Río, und du hast einen der stimmigsten Tagesausflüge auf Lanzarote. Im Winter lieber meiden, wenn Atlantikwellen hochschlagen; zwischen Juni und September sind die Bedingungen am besten.
Was tun
Der Jameos del Agua-Höhlkomplex selbst ist das Highlight – ein von César Manrique entworfener Kulturraum in der Lavaröhre, mit dem Krebs-Habitat im Zentrum. Zwei Kilometer entfernt liegt die Cueva de los Verdes, Teil desselben vulkanischen Tunnelsystems, und bietet eine spektakuläre unterirdische Erweiterung derselben geologischen Geschichte. Weiter die Küste entlang bringt dich zum Mirador del Río – ein weiteres Manrique-Werk – mit atemberaubendem Blick auf La Graciosa aus 7,9 Kilometern Entfernung und ein lohnender kleiner Umweg.
Die spiegelglatten Meerwasserpools im Höhleninneren, beleuchtet von natürlichem und architektonischem Licht, sind der perfekte Schnappschuss – fotografier das Krebs-Habitat von der darüberliegenden Galerie aus für Maßstab und Stimmung.
Draußen gibt dir die wilde schwarze Lavaküste gegen das tiefblaue Atlantikwasser eine völlig andere, elementare Komposition, die den rauen Charakter dieses Ortes einfängt.
Wo essen
Das Jameos del Agua Restaurante liegt nur 0,2 Kilometer von den Pools entfernt und ist die praktischste Option nach deinem Besuch. Etwas weiter weg bieten Sol y Luna und Palenke beide regionale Küche in etwa zwei Kilometern Entfernung. El Marinero und Amanecer sind rund vier Kilometer entfernt, wenn du den Tag ausdehnen willst.
Wo schlafen
Die Apartamentos Esmeralda sind die nächstgelegene Unterkunft und liegen 13,8 Kilometer vom Ort entfernt – eine praktische Basis, um diesen Teil Lanzarotes zu erkunden. Da es in der Nähe kaum Unterkünfte gibt, ist eine frühzeitige Buchung sinnvoll, besonders in den Hochsommermonaten.
Fotografie
Das Innere der Lavaröhre – mit den stillen, kristallklaren Meerwasserpools, die die Höhlendecke widerspiegeln – ist der fotogenste Ort hier. Am besten fotografierst du morgens, wenn am wenigsten Besucher da sind. Draußen macht der Kontrast zwischen schwarzem Vulkanstein und dem Atlantikhorizont dramatische Weitwinkelaufnahmen, besonders in der goldenen Stunde vor Schließung des Komplexes.
Gut zu wissen
Schwimmen in den natürlichen Pools ist streng verboten: Das Ökosystem ist empfindlich, und die blinden Albino-Krebse (Munidopsis polymorpha), die hier leben, sind vom Aussterben bedroht – betritt das Wasser unter keinen Umständen. Störe die Krebse nicht, und Tauchen in den Höhlenpools ist ebenfalls tabu. Der Weg zu den Außenbereichen führt über raues Lavagelände, also trag feste, geschlossene Schuhe – Sandalen lassen dich im Stich. Vermeide Dezember, Januar oder Februar, wenn Atlantikwellen die Außenpools unruhig und unsicher machen können.
Karte
In der Nähe
Jameos del Agua Restaurante
Jameos del Agua Restaurante
Palenke
Sol y Luna
Cases Lucho
El Marinero
Amanecer
Apartamentos Esmeralda
Sehenswertes rund um Haría
Jameos del Agua cave complex
Von César Manrique entworfener Kulturraum in einer vulkanischen Lavaröhre, Heimat des blinden Albino-Krebses Munidopsis polymorpha.
Cueva de los Verdes
Spektakuläres Lavaröhren-Höhlensystem, Teil desselben vulkanischen Tunnels wie Jameos del Agua.
Mirador del Río
Von César Manrique entworfener Aussichtspunkt auf den Klippen mit Blick auf La Graciosa.
Häufige Fragen
Die Angaben auf dieser Seite dienen nur zur Orientierung und können sich ändern. Zugangsbedingungen, Sicherheit und Infrastruktur können sich ohne Vorankündigung ändern. Überprüfen Sie vor der Anreise stets die offiziellen Quellen.
Nächstgelegene Strände
Weitere wilde Strände in Kanarische Inseln
Weitere Strände in Kanarische Inseln
Bewertungen zu diesem Strand
- Noch keine Bewertungen, schade — gib deine ab und teil deine Erfahrung.
Bildnachweise
Quellen und Lizenzen der oben gezeigten Fotos.
- Foto 1 — MoveinBlue · source · CC BY-SA 3.0
- Foto 2 — Alberto-g-rovi · source · CC BY 4.0
- Foto 3 — Chmee2 · source · CC BY-SA 3.0
- Foto 4 — Mrhugues · source · CC BY-SA 4.0











