
Kapoho Tide Pools
Lava-geformte Gezeitenbecken, kristallklares Wasser, kein Sand




Über
Die Kapoho-Gezeitenbecken liegen auf einem rohen Lavavorsprung an der Ostspitze der Insel Hawaiʻi, wo der Ausbruch des Kīlauea 2018 die Küste komplett umgestaltet hat. Übrig geblieben ist ein Netzwerk von miteinander verbundenen Gezeitenbecken, die in den schwarzen Lavastein gemeißelt sind und mit kristallklarem, warmem und geschütztem Wasser gefüllt sind. Hier gibt es keinen Sand – nur die wabenartige Lavaplatte, die sich etwa 400 Meter entlang der Puna-Küste erstreckt und dichte Populationen von Riffischen in überraschend ruhigem Wasser beherbergt. Die postvulkanische Landschaft verleiht dem Ort eine fremdartige Atmosphäre: karg, still und unter der Oberfläche lebendig.
Anreise
Fahrt von Pahoa über die Highway 132 und die Kapoho Road zur Küste – etwa 30 Minuten mit dem Auto. Informelle Parkplätze am Straßenrand sind kostenlos, aber die Zugänge haben sich nach dem Lavafluss 2018 stark verändert. Informiert euch vor Ort über die aktuellen Einstiegspunkte, bevor ihr losfahrt. Es gibt keine Eintrittsgebühr. Achtet auf private Grundstücksgrenzen in der Nähe der Lavaströme – die Grenze zwischen öffentlichem Zugang und Privatland ist nicht immer offensichtlich.
Für wen?
Für Paare
Die ruhige Atmosphäre und die fremdartige Lavalandschaft machen das zu einem ungewöhnlich romantischen Date – Seite an Seite durch warme, klare Becken mit huschenden Riffischen zu schnorcheln, weit weg vom typischen Resortstrand-Trubel.
Für Familien
Das ruhige, geschützte Wasser ist für ältere Kinder mit Schwimmerfahrung gut machbar, aber die scharfe Lavaplatte schließt Kleinkinder und alle ohne Riffschuhe aus – plant entsprechend und passt gut auf, besonders an den Felskanten.
Unsere Meinung
Füße im Sand, Augen am Bildschirm
Die Kapoho-Gezeitenbecken sind kein Strand im herkömmlichen Sinne – kein Sand, keine Liegen, kein sanftes Wellenbrechen. Erstens: Die Zugänge haben sich nach dem Ausbruch 2018 verändert, und einige Zonen sind noch immer gesperrt. Informiert euch also vor Ort über die aktuellen Einstiege. Für Schnorchler, die sich Riffschuhe anziehen und die scharfe Lava meistern wollen, ist die Belohnung ein ruhiges, warmes, kristallklares Beckensystem voller Riffische, das sich fast privat anfühlt. Die postvulkanische Landschaft ist karg und beeindruckend – so sieht eine vulkanische Küste aus, wenn das Meer neues Land erobert. Es ist still, es ist roh, und es ist einzigartig auf der Insel. Ein Abstecher lohnt sich, wenn ihr vorbereitet kommt.
Was tun
Die Gezeitenbecken selbst sind das Highlight – Schnorcheln in ruhigem, klarem Wasser mit dichten Riffischpopulationen ist hier einfach unschlagbar. Eine kurze Fahrt entfernt bewahrt das Lava Tree State Monument (8,5 km) hohle Lavagüsse von Baumstämmen, die 1790 vom Lavastrom verschluckt wurden – ein seltsamer, schöner Abstecher, der den Ausbruch von 2018 in geologischen Kontext setzt. Weiter die Puna-Küste hinunter zieht der Kehena-Schwarzsandstrand (20 km) Besucher mit Spinner-Delfin-Beobachtungen und seiner Lavaplatten-Lage an. Wenn ihr mehr Zeit habt, ist der Hawaiʻi-Volcanoes-Nationalpark (61,6 km) ein UNESCO-Weltkulturerbe und erzählt die größere Geschichte hinter allem, was ihr hier seht.
Der Rand der Lavaplatte, wo das kristallklare Beckenwasser auf den schwarzen Fels trifft, ist der perfekte Schnappschuss – macht ein Weitwinkelbild zur goldenen Stunde, um Textur und Farbkontrast einzufangen.
Wenn ihr vom Wasser aus Richtung der postvulkanischen Landschaft mit dem Lavastrom von 2018 blickt, ergibt das einen dramatischen Hintergrund, der sich völlig von typischen Hawaii-Strandfotos unterscheidet.
Wo essen
Die nächsten Restaurants sind etwa 13 km entfernt – Kaleo's Bar & Grill und Nings Thai Cuisine liegen beide bei rund 12,9 km, Pele's Kitchen noch einen Kilometer weiter. Nehmt euch Essen und Wasser für die Becken selbst mit; vor Ort gibt es nichts, und die Rückfahrt in die Stadt dauert.
Wo schlafen
Das Lava Tree Tropic Inn (8,4 km) ist die nächstgelegene Unterkunft, günstig nahe dem Lava Tree State Monument und gut erreichbar von den Becken aus. Ansonsten ist Pahoa die beste Basis für eine größere Auswahl an Unterkünften.
Fotografie
Macht die Fotos frühmorgens, wenn das Licht niedrig steht und das Wasser in den Becken den Himmel ohne Reflexionen spiegelt – der Kontrast zwischen der schwarzen Lavaplatte und dem kristallklaren Wasser ist dann am schärfsten. Die postvulkanische Landschaft landeinwärts, wo das rohe Lavagebiet auf das Beckennetz am Ufer trifft, ergibt ein überzeugendes Weitwinkelbild, das kein Postkartenstrand nachahmen kann.
Gut zu wissen
Riffschuhe sind kein Luxus – die Lavaplatte ist scharf und rutschig, und barfuß bereut man es nach wenigen Minuten. Einige Bereiche nahe den Becken können aufgrund laufender Gefahrenbewertungen noch gesperrt sein, also checkt vor Ort nach, bevor ihr euch weiter vorwagt. Nehmt nichts aus dem Meer mit – Korallen, Muscheln oder anderes Lebewesen zu entfernen ist illegal und schadet dem Ökosystem, das diesen Ort so besonders macht. Nehmt alles wieder mit – vor Ort gibt es keine Mülltonnen.
Karte
In der Nähe
Kaleo's Bar & Grill
Ning's Thai Cuisine
Pele's Kitchen
Sushi Rolls & Bowls
Under the Bodhi Tree
Lava Tree Tropic Inn
Sehenswertes rund um Puna
Lava Tree State Monument
Lavagüsse, die entstanden, als der Lavastrom von 1790 einen Wald verschlang und hohle Abdrücke von Baumstämmen hinterließ.
Kehena Black Sand Beach
Schwarzsandstrand an der Puna-Küste auf Lavaplatte, bekannt für Spinner-Delfine und freizügige Badetradition.
Hawaii Volcanoes National Park
UNESCO-Weltkulturerbe mit aktiven Vulkanlandschaften.
Häufige Fragen
Die Angaben auf dieser Seite dienen nur zur Orientierung und können sich ändern. Zugangsbedingungen, Sicherheit und Infrastruktur können sich ohne Vorankündigung ändern. Überprüfen Sie vor der Anreise stets die offiziellen Quellen.
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