
Heiðarfjara-StrandStrandführer · Island
Schwarzer Vulkanstrand, Klippen mit Fulmars, null Infrastruktur, null Kompromisse




Über
Heiðarfjara ist ein wildes, etwa 1.500 Meter langes Stück schwarzer Vulkanasche an Islands Südküste. Man erreicht es nur nach einem 45-minütigen Fußmarsch über ein Lavafeld ab dem Gebiet um Dyrhólaey. Die graue Atlantikbrandung bricht hier hart — kraftvoll, kalt und unerbittlich — gegen den dunklen Sand, der das niedrige nordische Licht schluckt. Auf den Klippen darüber nisten Fulmars, und die Luft trägt Salz und den gelegentlichen schrillen Schrei von Seevögeln. Es gibt hier absolut keine Infrastruktur, keine Schilder und die meisten Touristenkarten zeigen diesen Strand gar nicht erst an. Gerade diese Abwesenheit ist der Punkt.
Anreise
Heiðarfjara ist nur zu Fuß erreichbar. Starte am Parkplatz von Dyrhólaey und plane etwa 45 Minuten Fußmarsch über das Lavafeld ein — gute Sichtverhältnisse sind für eine sichere Navigation essenziell, also prüfe vorher die Bedingungen. Es gibt keinen eigenen Parkplatz am Strand, keine Eintrittsgebühr und keine Straßenanbindung. Der Lavafeld-Zugang und der weiche schwarze Sand machen ihn komplett unzugänglich für Rollstühle.
Für wen?
Für Paare
Für Paare, die gern wandern und autark sind, bietet Heiðarfjara echte Einsamkeit — eine Art Ort, an dem ihr wahrscheinlich 1.500 Meter schwarzen Vulkanstrands ganz für euch allein habt. Komm vorbereitet, im Sommer, und sieh die Leere als das eigentliche Erlebnis.
Für Familien
Heiðarfjara ist nicht geeignet für kleine Kinder oder Familien, die Annehmlichkeiten erwarten — die 45-minütige Lavafeld-Wanderung, das völlige Fehlen von Infrastruktur, die gefährliche Brandung und das lückenhafte Mobilfunknetz machen ihn ungeeignet. Familien sind besser dran am nahen Reynisfjara oder im Ort Vík í Mýrdal, die beide über Dienstleistungen und einfacheren Zugang verfügen.
Unsere Meinung
Komm nicht unvorbereitet nach Heiðarfjara — dieser Strand hat keine Infrastruktur, keinen Rettungszugang und stellenweise kein Mobilfunknetz, und die Brandung verzeiht keine Fehler. Für erfahrene Wanderer, die die Bedingungen respektieren, bietet er jedoch etwas, das an Islands Südküste immer seltener wird: einen langen Abschnitt schwarzen Vulkanstrands ohne andere Menschen. Die 45-minütige Lavafeld-Wanderung ist eine echte Herausforderung, und der Strand belohnt diese mit absoluter Einsamkeit und einer rohen Küstenlandschaft, die sich völlig unberührt anfühlt. Bleib zwischen Juni und September, prüfe die Sichtverhältnisse vor dem Überqueren des Lavafelds und halte ausreichend Abstand zu den Fulmar-Klippen. Das ist kein Strand, auf den man zufällig stößt — das ist einer, den man sich verdient.
Was tun
Das Naturreservat Dyrhólaey, etwa 3 km entfernt, bietet einen dramatischen Felsbogen mit Leuchtturm und Papageientaucher-Kolonien — ein lohnender Stopp vor oder nach der Wanderung. Kirkjufjara und die Aussichtspunkte von Dyrhólaey liegen beide weniger als einen Kilometer vom Startpunkt entfernt und belohnen dich mit weiten Küstenpanoramen. Reynisfjara, Islands berühmtester schwarzer Sandstrand mit seiner Basaltsäulen-Höhle und den Brandungspfeilern, ist etwa 10 km entfernt und einen kurzen Abstecher wert, um ihn mit Heiðarfjara zu vergleichen.
Der Blick entlang des schwarzen Sandufers zu den Fulmar-Klippen ergibt einen kargen, elementaren Rahmen, den kein Filter verbessern kann — fotografiere im langen Goldlicht eines Juni- oder Juli-Abends.
Das Lavafeld selbst mit seinen zerklüfteten dunklen Felsen, die sich zur Küste hin ausdehnen, liefert ein überzeugendes Weitwinkelbild, das den rohen Zugang zum Strand einfängt.
Wo essen
Am Strand Heiðarfjara gibt es keine Verpflegung — nimm alles mit, was du brauchst. In der Nähe von Vík bietet Halldórskaffi (etwa 5,4 km entfernt) regionale isländische Küche, und The Soup Company ist etwa 5,6 km vom Strand entfernt, falls du nach der Wanderung eine warme Schüssel brauchst.
Wo schlafen
Das Hotel Volcano, etwa 4,2 km entfernt, ist die nächstgelegene Unterkunft. Hótel Dyrhólaey liegt 5 km entfernt und bringt dich direkt in die Nähe des Startpunkts — praktisch, wenn du früh loslegen willst. Edda Vík, etwa 6 km entfernt, bietet eine weitere solide Option nahe dem Ort Vík.
Fotografie
Der Kontrast zwischen dem schwarzen Vulkanstrand und dem grauen Atlantik wirkt am stärksten im weichen, flachen Licht des frühen Morgens oder späten Abends im isländischen Sommer. Positioniere dich am Ufer und blicke zurück zu den Fulmar-Klippen für ein Bild, das sowohl die rohe Küstengeologie als auch die nistenden Vögel einfängt — halte dabei gebührenden Abstand zur Klippe.
Gut zu wissen
Störe die nistenden Fulmars auf den Klippen nicht — halte ausreichend Abstand und vermeide laute Geräusche. Es gibt hier keinerlei Infrastruktur, also nimm alles mit, was du brauchst: Wasser, Essen, Erste-Hilfe-Set und ein voll geladenes Gerät. Das Mobilfunknetz fällt stellenweise aus, es gibt keinen Rettungszugang zum Strand, und die Brandung ist kraftvoll und kalt — betritt das Wasser unter keinen Umständen. Meide den exponierten Lavafeld-Zugang zwischen Oktober und März, wenn Winterstürme die Route wirklich gefährlich machen und es unterwegs nirgends Schutz gibt.
Karte
In der Nähe
Sehenswertes rund um Rangárþing eystra
Dyrhólaey Nature Reserve
Felsbogen mit Leuchtturm und Papageientaucher-Kolonien.
Reynisfjara Beach
Islands berühmtester schwarzer Sandstrand mit Basaltsäulen-Höhle und Brandungspfeilern.
Vík í Mýrdal Village
Islands südlichstes Dorf mit einer Kirche auf dem Hügel und Dienstleistungen an der Ringstraße.
Häufige Fragen
Die Angaben auf dieser Seite dienen nur zur Orientierung und können sich ändern. Zugangsbedingungen, Sicherheit und Infrastruktur können sich ohne Vorankündigung ändern. Überprüfen Sie vor der Anreise stets die offiziellen Quellen.
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Bildnachweise
Quellen und Lizenzen der oben gezeigten Fotos.
- Foto 1 — Pietro Valocchi · source · CC BY 3.0
- Foto 2 — Eric Kilby · source · CC BY-SA 2.0
- Foto 3 — Eric Kilby · source · CC BY-SA 2.0
- Foto 4 — Eric Kilby · source · CC BY-SA 2.0








