
Breiðamerkursandur-StrandStrandführer · Island
Schwarzer Sand, blaues Eis, wilde isländische Küste






Über
Breiðamerkursandur – besser bekannt als Diamond Beach – erstreckt sich über etwa 3 Kilometer vulkanischen schwarzen Sand entlang der Südküste Islands, wo durchsichtige Eisblöcke, die vom Gletschersee Jökulsárlón angespült werden, wie zerschmettertes Glas verstreut liegen. Das Wasser ist kalt, stahlgrau, und der Kontrast zum dunklen Sand ist hart und wirklich beeindruckend. Die Eisformationen verändern sich jeden Tag, geformt von Gezeiten und Schmelzwasser, sodass kein Besuch dem anderen gleicht. Ein Gletscher im Hintergrund rahmt die ganze Szene ein, und hin und wieder ziehen Robben nahe dem Lagunenausflusskanal an Land. Es ist wild, ungeschützt und wie kein anderer Strand auf der Welt.
Anreise
Fahre auf Ring Road 1 von Reykjavík – etwa 300 Minuten mit dem Auto – oder 70 Minuten westlich von Höfn. Der Strand liegt direkt neben dem Gletschersee Jökulsárlón; der große gemeinsame Parkplatz kostet 1.000 ISK und deckt alle drei Parkzonen in der Gegend ab, inklusive Diamond Beach. Der Zugang ist vom Parkplatz aus zu Fuß einfach, aber der weiche schwarze Sand macht Rollstuhlfahrten schwierig und es gibt keinen befestigten Weg zum Ufer.
Für wen?
Für Paare
Die ständig wechselnden Eisskulpturen und der riesige, fast menschenleere schwarze Sandstrand bieten einen wirklich dramatischen Hintergrund für einen gemütlichen Spaziergang – geh einfach früh, bevor die Reisebusse aus Reykjavík eintreffen.
Für Familien
Kinder werden von den Eisblöcken fasziniert sein, aber halte sie unbedingt vom Wasser fern – Wellen ohne Vorwarnung und der Lagunenausflusskanal sind ernsthafte Gefahren. Bleib auf dem oberen Strandbereich und kombiniere den Besuch mit einer Bootstour auf dem Jökulsárlón-See direkt gegenüber der Straße für ein sicheres, strukturiertes Erlebnis.
Unsere Meinung
Betritt das Wasser hier nicht – Wellen ohne Vorwarnung haben schon Besucher überrascht, und der Gletscherausfluss ist gefährlich kalt. Das muss klar gesagt sein: Breiðamerkursandur ist einer der visuell beeindruckendsten Strände der Welt, und die täglich wechselnden Eisformationen auf schwarzem vulkanischem Sand sind jeden Kilometer der Fahrt wert. Im Sommer ist es voll, und das zu Recht – aber komm bei Tagesanbruch und du hast das Eis für dich allein. Vermeide Dezember bis Februar komplett: schwere Stürme, vereiste Straßen und minimale Tageslicht machen die Fahrt wirklich riskant. Komm wegen der Fotografie, bleib wegen der Weite – und halte dich an die Regeln rund ums Eis, denn sie existieren, weil Menschen ernsthaft verletzt wurden.
Was tun
Der naheliegendste Startpunkt ist der Strand selbst, dann überquerst du die Straße zum Gletschersee Jökulsárlón (0,3 km), Islands tiefstem See, wo Amphibienboote und Zodiac-Touren zwischen treibenden Eisbergen hindurchfahren. Etwa 9 km entfernt bietet Fjallsárlón ein ruhigeres Gletschersee-Erlebnis. Für einen längeren Tag hat das Naturreservat Skaftafell (50 km) innerhalb des Vatnajökull-Nationalparks Wanderwege zu Gletschern und Wasserfällen, und das Kap Ingólfshöfði (55 km) bietet Papageientaucher- und Skua-Kolonien, erreichbar mit dem Traktorwagen.
Der Klassiker ist ein großer durchsichtiger Eisblock im Vordergrund mit dem Gletscher in der Ferne – geh tief auf den schwarzen Sand für maximalen Kontrast.
Der Lagunenausflusskanal am östlichen Ende des Strands bietet einen anderen Blickwinkel, mit Eis, das durch die Mündung Richtung Meer treibt.
Wo essen
Vor Ort gibt es kaum Essensmöglichkeiten – Þórbergssetur ist das nächstgelegene Restaurant, etwa 13 km vom Strand entfernt, also plane entsprechend. Nimm Essen und heiße Getränke mit, wenn du länger bleiben willst, besonders außerhalb der Sommermonate, wenn die Auswahl noch knapper wird.
Wo schlafen
Hótel Jökulsarlon – Glacier Lagoon Hotel liegt 10,9 km entfernt und hat eine starke Bewertung von 4,8/5 bei 468 Bewertungen, was es zur zuverlässigsten Basis für einen frühen Besuch macht, bevor die Tagestouristen eintreffen. Ekra Glacier Lagoon (11,2 km) bietet Zweibett- und Doppelzimmer mit eigenem Bad, und das Fjallsárlón Overnight Adventure (8,7 km) ist eine kleinere Option für diejenigen, die möglichst nah an der Gletscherseite übernachten möchten.
Fotografie
Fotografiere bei Sonnenaufgang oder in der goldenen Stunde, wenn das flache Licht die Eisblöcke bernsteinfarben gegen den schwarzen Sand leuchtet – der Lagunenausflusskanal und der Gletscher im Hintergrund geben dir natürliche Tiefe. Bewölkte Tage funktionieren hier auch gut, denn sie mildern das Licht und lassen die durchsichtigen blauen Kerne der Eisblöcke ohne harte Schatten leuchten.
Gut zu wissen
Klettere nicht auf die Eisblöcke – das ist verboten und birgt ein echtes Risiko tödlicher Verletzungen, da Eisberge ohne Vorwarnung umkippen oder einstürzen können. Nimm kein Eis vom Strand mit; es steht unter Schutz. Halte ausreichend Abstand zum Lagunenausflusskanal, wo das Schmelzwasser eiskalt ist, und bleib wachsam an der Seite zum Ozean, wo Wellen ohne Vorwarnung an Land schlagen – betritt das Wasser unter keinen Umständen. Hunde sind willkommen, müssen aber von Robben ferngehalten werden, und du solltest Robben niemals selbst an dich heranlassen.
Karte
In der Nähe
Þórbergssetur
Fjallsárlón Overnight Adventure
Hótel Jökulsarlon - Glacier Lagoon Hotel
Hótel Jökulsárlón
Ekra Glacier Lagoon - Twin Room with Private Bathroom
Ekra Glacier Lagoon - Double Room with Private Bathroom
Sehenswertes rund um Hornafjörður
Jökulsárlón Glacier Lagoon
Islands tiefster See, gefüllt mit Eisbergen; Amphibienboote und Zodiac-Touren verfügbar.
Skaftafell Nature Reserve
Wanderwege zu Gletschern und Wasserfällen im Vatnajökull-Nationalpark.
Ingólfshöfði Cape
Tidenvorsprung mit Papageientaucher- und Skua-Kolonien, erreichbar mit dem Traktorwagen.
Häufige Fragen
Die Angaben auf dieser Seite dienen nur zur Orientierung und können sich ändern. Zugangsbedingungen, Sicherheit und Infrastruktur können sich ohne Vorankündigung ändern. Überprüfen Sie vor der Anreise stets die offiziellen Quellen.
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Bildnachweise
Quellen und Lizenzen der oben gezeigten Fotos.
- Foto 1 — lewinb · source · CC BY-SA 2.0
- Foto 2 — Guillaume Baviere from Uppsala, Sweden · source · CC BY 2.0
- Foto 3 — Guillaume Baviere from Uppsala, Sweden · source · CC BY 2.0
- Foto 4 — lewinb · source · CC BY-SA 2.0
- Foto 5 — lewinb · source · CC BY-SA 2.0
- Foto 6 — ImNotQuiteJack · source · CC BY-SA 2.0





