
Wineglass Bay-Strand
Weißer Sand, rosafarbenes Granit, keine Straßen — jeder Schritt will verdient sein






Über
Wineglass Bay liegt an der Ostküste der tasmanischen Freycinet-Halbinsel, eine Sichel aus silbrig-weißem Sand, eingerahmt von aufragenden rosafarbenen Granitklippen und umspült von türkisblauem Wasser. Hier gibt es keine Straßen, keine Cafés, keine Duschen — nur die Bucht in ihrem wilden, ungestörten Zustand. Der Strand erstreckt sich etwa 1.200 Meter, und an einem klaren Sommermorgen ist der Farbkontrast zwischen Sand, Granit und Wasser so scharf wie auf einer Postkarte. Am Ufer wurden schon Wombats bei Einbruch der Dämmerung gesichtet, unbeeindruckt von den gelegentlichen Wanderern, die sich den Weg hierher verdient haben. Es ist wild im besten Sinne — und der Aufwand, um hierher zu kommen, macht das Erlebnis ehrlich.
Anreise
Wineglass Bay ist auf keinem Weg mit dem Auto erreichbar — du kommst zu Fuß oder per Boot, Punkt. Der Klassiker ist die Wanderung vom Wineglass-Bay-Parkplatz im Freycinet-Nationalpark: 150 Minuten hin und zurück über den Sattel zwischen Mt Amos und Mt Mayson, auf einem steinigen Pfad mit steilen Abschnitten, der nichts für Rollstühle oder Kinderwagen ist. Wer die Kletterei überspringen will, nimmt ein Boot ab Coles Bay — dauert etwa 30 Minuten und fährt täglich. Der Eintritt in den Freycinet-Nationalpark kostet 40 AUD pro Fahrzeug und Tag, entfällt aber mit einem Jahrespass für alle Parks (90 AUD) oder einem Urlaubs-Nationalpark-Pass.
Für wen?
Für Paare
Die Wanderung über den Sattel und der lange, ruhige Streifen silbrig-weißen Sands am Ende machen diesen Ort zu einem der seltenen Plätze, wo sowohl die Anreise als auch das Ziel überzeugen — bring ein Picknick mit und bleib, bis die Tagesausflügler über den Hügel zurück sind.
Für Familien
Ältere Kinder, die eine 150-minütige Wanderung auf steinigem Pfad schaffen, werden die Wombat-Sichtungen und die rosafarbenen Granitklippen echt aufregend finden. Aber der steile Sattelpfad, das Fehlen jeglicher Einrichtungen und die Rippströmungen im Wasser machen diesen Ort ungeeignet für Kleinkinder, Kinderwagen oder Nichtschwimmer.
Unsere Meinung
Füße im Sand, Augen am Bildschirm
Rippströmungen sind vorhanden und es gibt keine Rettungsschwimmer — sei ehrlich zu dir selbst, was die Schwimmbedingungen angeht, bevor du dich ins Wasser wagst. Aber Wineglass Bay macht seinen Ruf mit allem, was drumherum liegt: dem silbrig-weißen Sand, den rosafarbenen Granitwänden, dem Aussichtspunkt am Sattel, der dich mitten im Schritt innehalten lässt. Die 150-minütige Wanderung ist wirklich steil auf steinigem Pfad, also unterschätz sie nicht und komm nicht ohne Wasser. Vermeide Juni bis August — kalte Südwestswells, eisige Bedingungen am Sattelpfad und kurze Tageslichtstunden machen den Aufwand unattraktiv. Dezember bis März ist das Fenster: lange Tage, das beste Licht auf dem türkisfarbenen Wasser und eine echte Chance, bei Einbruch der Dämmerung einen Wombat am Sand zu sehen. Jeder Schritt des Aufstiegs lohnt sich.
Was tun
Bevor du zum Strand hinabsteigst, halte am Freycinet-Nationalpark-Aussichtspunkt am Sattel (0,5 km vom Wegabzweig) für den klassischen Blick auf die weiße Bucht-Sichel — das ist das Foto, für das die meisten kommen. Der Wineglass-Bay-Aussichtspunkt-Weg nach 1,3 km ist ein machbarer Abstecher, der dir einen anderen Blick auf die Klippen bietet. Wenn du noch mehr laufen willst, verbindet der Freycinet-Halbinsel-Rundweg die Bucht mit Hazards Beach, 3,5 km entfernt — ein wilderer, weniger besuchter Küstenabschnitt auf der Westseite der Halbinsel. Sleepy Bay, eine von Wellen geformte rosafarbene Granitbucht, liegt etwa 4 km entfernt und lohnt den Umweg auf dem Rückweg.
Der Freycinet-Nationalpark-Aussichtspunkt am Sattel ist der ikonische Rahmen — die ganze weiße Sichel der Bucht krümmt sich zwischen rosafarbenen Granitklippen mit türkisblauem Wasser darunter, am besten im frühen Morgenlicht.
Am Strand selbst gibt dir der Fuß der südlichen Granitklippe den gesamten Blick auf die Bucht in einem Schwung, wobei der helle Silicasand an klaren Tagen die Hauptarbeit übernimmt.
Wo essen
Am Wineglass Bay gibt es weder Essen noch Trinken — keinen Kiosk, keinen Wasserhahn, nichts. Pack alles ein, was du brauchst, bevor du Coles Bay verlässt, dem nächsten Ort etwa 4,5 km entfernt, und trag es selbst rein und raus.
Wo schlafen
Direkt am Strand gibt es keine Unterkunft. Coles Bay, etwa 4,5 km entfernt, ist die nächstgelegene Basis für Besucher, die den Freycinet-Nationalpark erkunden.
Fotografie
Der Aussichtspunkt am Sattel im Freycinet-Nationalpark (Wineglass-Bay-Sattel) ist der perfekte Schnappschuss — komm frühmorgens, wenn das türkisfarbene Wasser das niedrige östliche Licht einfängt und das rosafarbene Granit leuchtet. Unten am Strand belohnen die Spiegelungen der Klippen im flachen Wasser an beiden Enden der 1.200-Meter-Sichel ein Weitwinkelobjektiv, besonders in der Stunde vor Sonnenuntergang.
Gut zu wissen
Hier gibt es keine Rettungsschwimmer und starke Rippströmungen — schwimm mit großer Vorsicht, bleib nah am Ufer und geh nie allein ins Wasser. Nimm genug Wasser für die Wanderung mit, denn am Strand gibt es absolut keine Einrichtungen. Nimm jeden Müll wieder mit, zünde keine Lagerfeuer an und halte dich strikt an die markierten Wege — das sind verbindliche Nationalpark-Regeln, keine Empfehlungen. Hunde sind im gesamten Freycinet-Nationalpark verboten, also lass sie zu Hause. Echtes Digital-Detox-Gebiet — bring offline Bücher mit, denn das Handy-Netz ist schnell weg und zum Laden gibt’s hier nichts.
Karte
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Freycinet National Park Lookout (Wineglass Bay Saddle)
Der klassische Blick von oben auf die Wineglass-Bay-Sichel vom Sattel zwischen Mt Amos und Mt Mayson.
Hazards Beach
Der wilderen westliche Gegenpart zu Wineglass Bay, erreichbar über den Freycinet-Halbinsel-Rundweg.
Sleepy Bay
Von Wellen geformte rosafarbene Granitbucht an der Ostspitze der Halbinsel, kurze Fahrt vom Parkplatz entfernt.
Häufige Fragen
Die Angaben auf dieser Seite dienen nur zur Orientierung und können sich ändern. Zugangsbedingungen, Sicherheit und Infrastruktur können sich ohne Vorankündigung ändern. Überprüfen Sie vor der Anreise stets die offiziellen Quellen.
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Bildnachweise
Quellen und Lizenzen der oben gezeigten Fotos.
- Foto 1 — Jane6592 · source · CC BY-SA 4.0
- Foto 2 — Samfatemi · source · CC BY-SA 4.0
- Foto 3 — Paulscho203 · source · CC BY-SA 4.0
- Foto 4 — andrewharvey4 · source · CC BY 2.0
- Foto 5 — Stephen Edmonds · source · CC BY-SA 2.0
- Foto 6 — Shaun Versey · source · CC BY-SA 2.0








