
Girolata-Strand
Wildkorsische Bucht nur per Boot oder zu Fuß erreichbar





Über
Spiaggia Girolata liegt mitten im Naturschutzgebiet Scandola an der rauen Westküste Korsikas – ein 250 Meter langer Strand aus Sand und Kieseln, umspült von türkisblauem Wasser, das jeden Tag seinen UNESCO-Welterbestatus verdient. Ein genuesisches Fort aus dem 16. Jahrhundert wacht von den Hügeln über die Bucht und erinnert daran, dass diese Bucht einst eine Frontlinie gegen Barbaresken-Piraten war. Der Strand ist wild und weitgehend unberührt – keine Straße führt hin, kein Parkplatz existiert, keine Strandbar macht auf. Stattdessen gibt’s vulkanische Stille, dramatische Klippen und Wasser so klar, dass man den Meeresboden darunter sehen kann. Es ist einer der abgelegensten Strände Frankreichs – und das spürt man.
Anreise
Spiaggia Girolata ist nur per Boot oder zu Fuß erreichbar – es gibt keine Straßenanbindung. Zur See fahren saisonale Boote ab Porto und brauchen etwa 30 Minuten bis zur Bucht. Zu Fuß startet der Wanderweg am Col de la Croix (Bocca a Croce) an der D81, rund 20 Kilometer nördlich von Porto, und dauert 90 Minuten pro Strecke über anspruchsvolles Gelände. Der Strand selbst ist frei zugänglich, aber der Zugang ist richtig anstrengend – plant eure Rückfahrt, bevor ihr losgeht.
Für wen?
Für Paare
Girolata belohnt Paare, die echte Einsamkeit suchen – die Mühe, hierher zu kommen, ob per 30-minütiger Bootsfahrt ab Porto oder 90-minütiger Wanderung durch den Macchia, macht die türkisblaue Bucht zu etwas ganz Besonderem und ganz euren eigenen.
Für Familien
Familien mit kleinen Kindern sollten sich gut überlegen, ob sie kommen: Der Zugang erfordert entweder eine Bootsfahrt oder eine anstrengende 90-minütige Wanderung, vor Ort gibt es keine Einrichtungen, und Schwimmen ist aktuell nicht empfohlen wegen der gemeldeten bakteriellen Verschmutzung. Ältere, abenteuerlustige Kinder, die den Weg schaffen, werden das genuesische Fort und die Tierwelt in Scandola aber richtig spannend finden.
Unsere Meinung
Füße im Sand, Augen am Bildschirm
Kommt nicht hierher, wenn ihr einen klassischen Strandurlaub erwartet. Schwimmen ist aktuell nicht empfohlen nach den bakteriellen Verschmutzungsberichten von 2023 – checkt den aktuellen Stand bei den lokalen Behörden und geht selbst bei einer Freigabe vorsichtig vor. Was Girolata stattdessen bietet, ist etwas Seltenes: eine UNESCO-geschützte Bucht, die man wirklich nicht mit dem Auto erreichen kann, bewacht von einem Fort aus dem 16. Jahrhundert, umgeben von einem der artenreichsten Meeresreservate im Mittelmeer. Die Mühe, hierher zu kommen – per Boot ab Porto oder einer 90-minütigen Wanderung ab Col de la Croix – ist Teil des Erlebnisses. Kommt wegen der Landschaft, der Stille, der Scandola-Felsen und des Forts. Lasst das Schwimmen für einen Strand mit besserer Wasserqualität. Lohnt den Umweg allein wegen der Aussicht – aber geht gut informiert.
Was tun
Das Naturschutzgebiet Scandola rund um den Strand ist das Haupthighlight – dramatische Vulkanfelsen, brütende Fischadler und eine außergewöhnliche marine Artenvielfalt, die der Bucht ihren UNESCO-Welterbestatus eingebracht haben. Das genuesische Fort (Fortin de Girolata) hoch über der Bucht lohnt den kurzen Aufstieg für den Blick über die Bucht und das Schutzgebiet. Kommt ihr per Boot, fragt nach Ausflügen, die die Scandola-Küste umrunden, bevor ihr in Girolata anlandet. Für alle mit Energie übrig: Die Calanques de Piana – eine weitere UNESCO-geschützte Landschaft mit roten Granitformationen – liegen etwa 40 Kilometer entfernt.
Rahmt das Fortin de Girolata vor dem türkisblauen Wasser vom Strand aus ein – der Kontrast zwischen altem Stein und lebendigem Meer ist das Bild, für das diese Bucht bekannt ist.
Die Bootsfahrt durch die Scandola-Felsen bietet einen zweiten unübersehbaren Blickwinkel: rote Vulkanfelsen, die steil ins klare Wasser abfallen, am besten mittags vor dem flachen Licht. Der gemischte Sand- und Kieselstrand mit den Felsen des Schutzgebiets im Hintergrund funktioniert gut für weite Landschaftsaufnahmen am frühen Morgen oder späten Nachmittag.
Wo essen
Bei der Abgeschiedenheit ist es ein Glück, dass das winzige Dorf Girolata ein paar Optionen direkt vor der Haustür hat. Casabeach chez Paul liegt direkt am Strand, während La Cabane du Berger, Gobi Caffè, La Terrasse und Restaurant Le Bon Espoir alle innerhalb von 200 Metern sind. Trotzdem ist das Angebot begrenzt – esst vorher eine ordentliche Mahlzeit in Porto oder wo ihr startet, und verlasst euch nicht darauf, dass die Läden außerhalb der Hochsaison offen haben.
Wo schlafen
In oder direkt um Girolata gibt es keine Hotels. Da das Dorf nur per Boot oder einer 90-minütigen Wanderung erreichbar ist, müsstet ihr im Voraus planen und direkt bei lokalen Gästehäusern in der Gegend anfragen. Die meisten Besucher übernachten in Porto und machen Girolata zu einem Tagesausflug.
Fotografie
Das genuesische Fort vor der türkisblauen Bucht ist das perfekte Motiv – am besten frühmorgens, wenn das Licht weich ist und das Wasser vor Ankunft der Boote noch leuchtet. Die Vulkanfelsen des Scandola-Schutzgebiets, am besten vom Boot aus bei der Anfahrt gesehen, lohnen ein Weitwinkelobjektiv zur Goldenen Stunde.
Gut zu wissen
Das ist ein geschütztes Naturschutzgebiet: Hunde sind streng verboten, und ihr müsst alle Tiere und Pflanzen respektieren. Betretet das Wasser nicht – 2023 wurde die Bucht offiziell als ‚zum Meiden‘ fürs Schwimmen eingestuft; fragt bei den lokalen Behörden nach dem aktuellen Stand vor eurem Besuch. Vor Ort gibt’s keine Einrichtungen, also nehmt alles an Wasser, Essen und Sonnenschutz von Porto oder wo ihr startet mit. Der Wanderweg ist 1,5 bis 2 Stunden pro Strecke über unebenes Gelände – tragt festes Schuhwerk und plant genug Tageslicht für den Rückweg ein. Echtes Digital-Detox-Gebiet: nehmt offline Bücher mit, das Mobilfunknetz wird schnell schwach und es gibt nirgends Steckdosen.
Karte
In der Nähe
Restaurant Le Bon Espoir
Restaurant La Cabane du Berger
Gobi Caffè
Casabeach chez paul
La Terrasse
Casabeach chez paul
Sehenswertes rund um Osani
Scandola Nature Reserve
UNESCO-Welterbestätte mit dramatischen Vulkanfelsen und außergewöhnlicher Artenvielfalt.
Calanques de Piana
UNESCO-geschützte Stätte mit beeindruckenden roten Granitformationen.
Genoese Fort (Fortin de Girolata)
Genuesisches Fort aus dem 16. Jahrhundert mit Blick über die Bucht, erbaut gegen Barbaresken-Piraten.
Häufige Fragen
Die Angaben auf dieser Seite dienen nur zur Orientierung und können sich ändern. Zugangsbedingungen, Sicherheit und Infrastruktur können sich ohne Vorankündigung ändern. Überprüfen Sie vor der Anreise stets die offiziellen Quellen.
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Bildnachweise
Quellen und Lizenzen der oben gezeigten Fotos.
- Foto 1 — Michal Osmenda from Brussels, Belgium · source · CC BY 2.0
- Foto 2 — Jean-Pol GRANDMONT · source · CC BY 3.0
- Foto 3 — Isiwal · source · CC BY-SA 3.0
- Foto 4 — ROCHAT PATRICE · source · CC BY-SA 3.0
- Foto 5 — Viaggia e Scopri · source · CC BY 2.0











