
Johnny Cay-Strand
Eine geschützte Koralleninsel, umgeben von türkisblauem Wasser vor San Andrés




Über
Johnny Cay ist eine kleine, runde Koralleninsel direkt vor der Küste von Isla de San Andrés in der kolumbianischen Karibik. Ihr weißer Sandstrand zieht sich wie ein Ring um die ganze Insel, und das umgebende Wasser schimmert in klarem Türkis, sodass man das Riff darunter schon von der Oberfläche aus erkennen kann. Geschützt als Naturpark gibt es hier keine dauerhaften Bauten – keine Hotels, keine Restaurants, keine Straßen – nur Palmen, Sand und offenen Himmel. Der Blick zurück zur Skyline von San Andrés über den Kanal ist einer der markantesten Anblicke im Archipel. Die Atmosphäre ist entspannt, und die Insel ist so klein, dass man das ganze Fleckchen Erde spürt, statt nur einen Streifen davon zu sehen.
Anreise
Johnny Cay ist nur per Boot erreichbar – es gibt keine Straße und keine Möglichkeit, hierher zu fahren. Täglich starten Lanchas (kleine Motorboote) vom Pier in San Andrés und erreichen die Insel in etwa sieben Minuten; die Boote verkehren dienstags bis sonntags während der Tageslichtstunden und fahren montags nicht. Bei der Ankunft wird eine Park- und Anleggebühr fällig. Achtung: Auf der Insel gibt es keinen Landesteg – die Passagiere wateten oder steigen auf weichen Sand, was für ältere Besucher (über 65), Schwangere, Menschen mit Behinderungen und Kinder unter fünf Jahren richtig schwierig ist.
Für wen?
Für Paare
Das Fehlen jeglicher Bebauung macht Johnny Cay richtig ruhig – eine kurze Bootsfahrt bringt euch zu weißem Sand und türkisblauem Wasser ohne Händler, ohne Lärm und mit einem Blick auf den Horizont, der zur goldenen Stunde perfekt gerahmt ist.
Für Familien
Familien mit älteren Kindern, die sicher an Land waten und schwimmen können, werden das Schnorcheln und die kompakte Größe der Insel genießen. Allerdings sind das Einsteigen ins Boot und das Betreten des Strands für Kinder unter fünf Jahren ungeeignet, und es gibt keinen Rettungsschwimmer – plant entsprechend und bleibt an der ruhigeren, windabgewandten Seite.
Unsere Meinung
Füße im Sand, Augen am Bildschirm
Johnny Cay verdient seinen Ruf nicht durch Spektakel, sondern durch Zurückhaltung – keine Bebauung, keine festen Händler, keine Straße, nur ein kreisrunder Streifen aus weißem Sand und türkisblauem Wasser, den die kolumbianische Regierung schützen statt ausbeuten wollte. Das Schnorcheln rund um die Insel ist wirklich gut, und der Blick zurück nach San Andrés über den Kanal ist einzigartig im Vergleich zum Rest der Insel. Aber kommt mit klarem Kopf: Es gibt keinen Rettungsschwimmer, starke Strömungen an der windzugewandten Seite, und die Überfahrt kann zwischen November und Januar rau sein – das ist kein Ort, an dem man die Wassersicherheit auf die leichte Schulter nehmen sollte. Die Montags-Schließung überrascht Besucher mehr als fast alles andere, also checkt am Tag vorher, ob ihr gehen könnt. Kommt dienstags bis sonntags zwischen Februar und Oktober, packt euer eigenes Essen und Wasser ein, lasst das Korallenriff genau da, wo es ist, und ihr werdet einen der saubersten, ehrlichsten Strandtage in der kolumbianischen Karibik erleben.
Was tun
Schnorcheln rund um die Insel ist das Highlight, das Riff ist direkt unter der türkisblauen Oberfläche sichtbar. Nicht weit entfernt liegt El Acuario, eine flache Sandbank, wo man von oben Rochen und kleine Haie sehen kann – viele Bootsanbieter kombinieren beide Stopps an einem Tag. Zurück in San Andrés bietet Spratt Bight Beach mit seiner Promenade einen perfekten Kontrast: der Hauptstrand der Stadt mit allem Komfort, den die Insel bewusst nicht hat.
Der Klassiker ist, auf dem weißen Sand am Inselrand zu stehen mit türkisblauem Wasser im Vordergrund und der Skyline von San Andrés scharf am Horizont – macht das Foto am Morgen, bevor das Licht flach wird.
Das windabgewandte Riff direkt unter der Oberfläche fotografiert sich auch super von oben mit wasserdichter Kamera oder Drohne, wo die Muster des Korallenriffs und die Türkis-Schattierungen am deutlichsten sind.
Wo essen
Auf Johnny Cay selbst gibt es keine Essensstände oder Restaurants – packt alles ein, was ihr braucht, bevor ihr das Boot besteigt. Zurück in San Andrés ist Fishermen's Place (1,6 km vom Pier) die nächstgelegene Option, und Mahi Mahi (1,8 km) ist eine gute Wahl, wenn ihr nah am Wasser bleiben wollt.
Wo schlafen
Die meisten Besucher übernachten in San Andrés und machen einen Tagesausflug zur Insel. Bahia Sardina, Tiuna und Calypso liegen alle innerhalb von 1,7 km vom Stadtpier und sind perfekt als Basis. Casa Blanca und Noblehouse sind etwas weiter entfernt (1,8 km), aber immer noch gut zu Fuß erreichbar.
Fotografie
Der beste Schnappschuss auf der Insel ist vom Strand aus mit Blick zurück zur Skyline von San Andrés – das Morgenlicht hält die Sonne hinter euch und das türkisblaue Wasser vor euch. Für Details des Riffs geht mit einer wasserdichten Kamera ins Wasser entlang der windabgewandten Seite, wo das Korallenriff am flachsten ist und das Licht bis mittags klar durchkommt.
Gut zu wissen
Camping ist auf der Insel verboten, und das Mitnehmen von Korallen oder Sand – selbst eines kleinen Stücks – ist laut Naturschutzbestimmungen verboten; Ranger achten darauf. Es gibt keinen Rettungsschwimmer auf der Insel, und starke Strömungen ziehen an der windzugewandten Seite – bleibt also auf der windabgewandten, geschützten Seite, wenn ihr nicht sicher schwimmen könnt. Achtet auf große Felsen im Wasser, bevor ihr ins Wasser geht. Wenn ihr zwischen November und Januar unterwegs seid, passt auf: Die Passatwind-Saison kann die Überfahrt rau machen – die besten Bedingungen herrschen von Februar bis April.
Karte
In der Nähe
Fishermen's Place
Sandwich Qbano
El Peruano
Restaurante Casa Blanca
Mahi Mahi
Sehenswertes rund um San Andrés
El Acuario
Flache Sandbank mit Rochen und kleinen Haien, die von der Oberfläche aus sichtbar sind
Spratt Bight Beach
Hauptstrand der Stadt mit Promenade in San Andrés
La Loma Baptist Church
Historische Baptistenkirche von 1847 auf dem Hügel im Inselzentrum
Häufige Fragen
Die Angaben auf dieser Seite dienen nur zur Orientierung und können sich ändern. Zugangsbedingungen, Sicherheit und Infrastruktur können sich ohne Vorankündigung ändern. Überprüfen Sie vor der Anreise stets die offiziellen Quellen.
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Bildnachweise
Quellen und Lizenzen der oben gezeigten Fotos.
- Foto 1 — Mario Carvajal · source · CC BY 3.0
- Foto 2 — Mario Carvajal · source · CC BY 3.0
- Foto 3 — Milenioscuro · source · CC BY-SA 3.0
- Foto 4 — NickDun · source · CC BY-SA 2.0